Person


Videostill aus: Person #24, Videoperformance, 2012

“(…) Wie kann Macht, von der das Subjekt in seiner Existenz abhängt und die es zu wiederholen gezwungen ist, sich im Verlauf dieser Wiederholung gegen sich selbst wenden? Wie ist in Begriffen der Wiederholung Widerstand zu denken?” (Judith Butler, 2002: 27) Butlers Überzeugung ist es, dass der unvermeidlichen Wiederholung von Geschlechterstereotypen Abweichung und Differenz immanent sind, da es nicht möglich ist, identische Kopien eines Originals hervorzubringen. Hieraus folgert die Philosophin eine den herrschenden heteronomen Geschlechterbildern innewohnende Devianz.

Einer solchen an den sogenannten Gender Studies orientierten Theorie des Geschlechts könnte man, im Kontext der modernen und zeitgenössischen Kunst, Reflexionen der Subjektkonstitution zur Seite stellen, wie sie sich in der seriellen Kunst der frühen sechziger Jahre ebenso wie in der (feministischen) Performance-, Body- und Videopraxis seit den siebziger Jahren finden. (…)”

Sabeth Buchmann, Textauszug aus: Frau ohne Eigenschaften | Kunst mit Eigenschaften In: Karin Felbermayr, Performative Elements. Verbrecher Verlag, Berlin 2007.


Person #25

2016

Videostill

Person #25 verbindet konzeptuell Video und Performance zu Videoperformance. In dieser Arbeit performe ich wiederholt eine Choreografie verschiedener Gesten, Posen, die der Parfümwerbung entnommen sind. Der Schnitt der Arbeit folgt dem Prinzip des Thaumatrops. Mehrere Masken kommen zum Einsatz: schwarze und weiße Theaterschminke, schwarze und weiße Tusche, Rechteck, technische Maske (Keying), farbiges Licht, usw.


Videoperformance, Farbe, O-Ton, 1 min 57 sec, Loop, Präsentation als Projektion

„(…) Welchen Einfluss haben Wertvorstellungen auf die Entstehung von Kunst und welche (immateriellen und materiellen) Werte gehen gleichzeitig aus der produzierten Kunst hervor? In ähnlicher Weise dekonstruiert die Künstlerin Karin Felbermayr den Begriff einer Wertegemeinschaft. Sie befragt in ihrer Videoperformance die wechselseitige Beziehung von medialen Inszenierungen und deren Einfluss auf Werte und Gesellschaften. In ihrem Video „Person #25“ nimmt sie in schneller Abfolge verschiedene Gesten und Posen ein, die der Parfümwerbung entlehnt sind. Wir alle kennen die Gesten und Posen der Werbewelt, die zahlreiche Imaginationen und Assoziationen schaffen. Hier verhält es sich anders. Die Künstlerin zeigt sich hinter verschiedenen farblichen Masken, die Posen wirken blutleer – und trotzdem: sie bleiben auf eine eigentümliche Weise sexuell aufgeladen. Die Arbeit konfrontiert die Betrachterinnen und Betrachter damit, in welcher Intensität solche Performanzen unsere Werte und Bewertungen mitprägen. (…)“

Jennifer Graubener, Werte_Gemeinschaft, Textauszug aus dem Katalog zur gleichnamigen Ausstellung in der Galerie Schwartzsche Villa, Berlin 2017.


Person #24

2012

Videoperformance, Videodatei, Loop, 3 min 25 sec, Farbe, O-Ton
Präsentation als Projektion, Größe variabel, Breite mindestens 215 cm

Person #24 verbindet konzeptuell Video und Performance zu Videoperformance. In dieser Arbeit performe ich wiederholt eine Choreografie verschiedener Gesten, Posen, die ich der Parfümwerbung entnahm. Mehrere Masken kommen zum Einsatz: blaue Theaterschminke, Punkte, Rechteck, technische Maske (Keying), farbiges Licht, usw.


Person #21

2011

Videoperformance, Videodatei, Loop, Länge variabel: 8 min 13 sec / 2 min 24 sec, Farbe, O-Ton
Präsentation als Projektion, Breite mindestens 140 cm

Person #21 verbindet konzeptuell Video und Performance zu Videoperformance. In dieser Arbeit performe ich wiederholt eine Choreografie verschiedener Gesten, Posen, die ich der Parfümwerbung entnahm. Mehrere Masken kommen zum Einsatz: schwarze und weiße Theaterschminke, schwarze und weiße Tusche, Rechteck, Quadrate, technische Maske (Keying), farbiges Licht, usw.

Screening Version von Person #21 (2 min 27 sec) bei Visual Container

Diese Arbeit ist auf /seconds, edition 14 publiziert.


Person #10

2010

Videoperformance, Videodatei, Loop, 28 min 42 sec, Farbe, O-Ton
Präsentation als Projektion, Breite mindestens 140 cm

Person #10 verbindet konzeptuell Video und Performance zu Videoperformance. In dieser Arbeit performe ich wiederholt eine Choreografie verschiedener Gesten, Posen, die ich der Parfümwerbung entnahm. Mehrere Masken kommen zum Einsatz: grüne Theaterschminke, Papierstreifen, Papprolle, Rechteck, technische Maske (Keying), farbiges Licht, usw.


Person #08

2009

Installationsansicht: Keine Zeit, Künstlerhaus Dortmund, Dortmund, DE, 2016, Foto: Jens Sundheim

Person #08 -Bild 1

Videoperformance, Videodatei, Loop, 5 min 51 sec, Farbe, O-Ton
Präsentation als Projektion, Breite mindestens 140 cm

Person #08 verbindet konzeptuell Video und Performance zu Videoperformance. In dieser Arbeit performe ich wiederholt eine Choreografie verschiedener Gesten, Posen, die ich der Parfümwerbung entnahm. Mehrere Masken kommen zum Einsatz: weiße Theaterschminke, Reflektorstreifen, Papierstreifen, Rechteck, technische Maske (Keying), farbiges Licht, usw.


Person #04

2009

Videoperformance, Videodatei, Loop, 6 min 05 sec, Farbe, O-Ton
Präsentation als Projektion, Breite mindestens 140 cm

Person #04 verbindet konzeptuell Video und Performance zu Videoperformance. In dieser Arbeit performe ich wiederholt eine Choreografie verschiedener Gesten, Posen, die ich der Parfümwerbung entnahm. Mehrere Masken kommen zum Einsatz: Joker greenboxgreen, Rechteck, technische Maske (Keying), farbiges Licht, usw.